
China intensiviert Iran-Diplomatie vor Trump-Gipfel im Mai

China intensiviert seine Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs und agiert dabei in einem diplomatischen Spannungsfeld. Peking bereitet sich auf ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump im nächsten Monat vor und will gleichzeitig Teheran nicht verprellen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag einordnete.
Das für Mitte Mai geplante Treffen von Präsident Xi Jinping mit Trump prägt laut Analysten Beijings Vorgehen im Nahostkonflikt, während der weltweit größte Rohölimporteur, der zur Hälfte auf den Nahen Osten angewiesen ist, seine Energieversorgung sichern will.

Chinas zurückhaltende Vorgehensweise im Iran-Krieg hat seinen Einfluss über inoffizielle diplomatische Kanäle weitgehend erhalten – so sehr, dass Trump Peking dafür lobte, Iran zur Teilnahme an den Friedensgesprächen am vergangenen Wochenende in Pakistan bewegt zu haben.
Da Trump als transaktional gilt und als anfällig für Schmeichelei, versucht China beim Gipfel im Mai, seine Ziele in den Bereichen Handel sowie seine Ansprüche gegenüber Taiwan voranzubringen, wie mit der chinesischen Denkweise vertraute Personen Reuters mitteilten. Trump sagte, der Gipfel werde am 14. und 15. Mai stattfinden.
Angesichts der US-Seeblockade iranischer Häfen, die eine direkte und zunehmende Bedrohung darstellt, hat China eine Reihe diplomatischer Aktivitäten initiiert. Dabei hat es auf scharfe Kritik an Trumps Kriegsführung verzichtet, damit der durch den Konflikt bereits einmal verschobene Gipfel reibungslos verlaufen kann, so Analysten.
Xi Jinping brach am Dienstag sein Schweigen zur Krise mit einem Vier-Punkte-Friedensplan, der die Wahrung des friedlichen Zusammenlebens, der nationalen Souveränität, der internationalen Rechtsordnung sowie ein Gleichgewicht zwischen Entwicklung und Sicherheit fordert.
Außenminister Wang Yi hat laut einer Zählung von Reuters nahezu 30 Telefonate und Treffen mit Amtskollegen geführt, die auf einen Waffenstillstand abzielen, während der Sondergesandte Zhai Jun fünf Hauptstädte am Persischen Golf und in der arabischen Welt bereist hat.
Xi Jinping stellte seinen Friedensplan bei einem Treffen mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Khaled bin Mohamed bin Zayed Al Nahyan, vor. Dabei versuchte er, die Beziehungen zu einem Rivalen Irans zu vertiefen und gleichzeitig Teheran zu Gesprächen zu bewegen.
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